Ratgeber Gelenkschmerzen Pferde

Gelenkprobleme bei Pferden

MIGOCKI Tierernährung
2019-12-01 15:10:00
Gelenkprobleme bei Pferden - Gelenkbeschwerden bei Pferden - Ratgeber zur Fütterung

Der Bewegungsapparat spielt, sowohl im Organismus der Menschen als auch im Organismus der Tiere, eine äußerst wichtige Rolle. Er bildet einerseits das Stützgerüst des Körpers und sorgt andererseits für sämtliche Bewegungsabläufe. Vor allem der Bewegungsapparat von Pferden kann besonders anfällig für typische Gelenkbeschwerden sein.

Was macht einen gesunden Bewegungsapparat aus?

Grundsätzlich gehören folgende Bestandteile zu einem gesunden passiven Bewegungsapparat:

  • Knochen
  • Gelenke
  • Knorpel
  • Sehnen
  • Bänder

Ein Gelenk wird aus zwei oder mehreren Knochen gebildet, deren Teile so geformt sind, dass die Bewegung zwischen ihnen leicht und reibungslos verläuft. Um die Bewegung zusätzlich zu erleichtern, sind die Knochenflächen mit einem gleitfähigen Knorpel überzogen. Zusätzlich ist das Gelenk mit einer Gleitsubstanz (Knochenschmiere) gefüllt und von einer Gelenkkapsel umgeben. Für die mechanische Festigkeit sorgen Sehen und Bänder.

Zu Gelenkproblemen kommt es dann, wenn das Zusammenspiel der Bestandteile nicht mehr optimal erfolgt. Zuerst wird meist der Knorpel abgerieben, worauf Knochen auf Knochen reibt und es zu fortschreitenden Entzündungen kommt. Im weiteren Verlauf kann das Auswirkungen auf Bänder und Gelenkschmiere haben. Diese Veränderungen können ausgesprochen schmerzhaft sein und mit ernsthaften Gelenkbeschwerden des Pferdes enden.

Welche Pferde sind häufig von Gelenkproblemen betroffen?

Typische Gelenkbeschwerden treten meistens erst bei älteren Pferden auf. Sie sind morgens meist steif und unbeweglich. Nach einigen Schritten laufen sich unsere Seniorpferde dann etwas ein und das Gangbild wird wieder geschmeidiger. Bei besonderer körperlicher Belastung, plötzlichen Wetterveränderungen oder bei nasskaltem Herbst- und Winterwetter verstärken sich in der Regel die Anzeichen.

Auch Sportpferde neigen aufgrund ihrer besonders hohen Belastung oftmals zu Gelenkproblemen oder zur Arthrosebildung. Dies kann sich auch auf eine zu frühe, fehlerhafte oder starke Belastung der Gelenke nach Verletzungen des Bewegungsapparates zurückführen lassen. Ebenso kann eine zu frühe Überbelastung von Jungpferden den Grundstein für Gelenkerkrankungen legen, die sich dann schleichend in den Gelenken verfestigen.

Neben den Sportlern und Senioren neigen auch Pferde mit Übergewicht eher zu Gelenkbeschwerden, da das Gewicht zu einer dauerhaften Überbelastung der Gelenke führt und die Knorpel schädigen kann. Der erhöhte Anteil an Fettgewebe kann ein zusätzlicher entzündungsfördernder Faktor sein. Bei übergewichtigen Pferden gilt: Gewicht langsam und kontinuierlich reduzieren! Durchaus förderlich ist ausreichend Bewegung, schonend und gleichmäßig, ohne die Gelenke weiter zu überlasten. Holen Sie sich hierzu auch Rat bei Ihrem Tierarzt.

Ergänzende Fütterungsmöglichkeiten bei Gelenkproblemen:

Ihrem Pferd sollte stets ausreichend Trinkwasser zur Verfügung stehen, da sich mit zunehmendem Alter die Gelenkspalten verkleinern und dies bei Wassermangel eine zunehmende Reibung auf den Gelenkflächen bedeuten kann. Wasser ist das Hauptgleitmittel der Gelenkspalten.

Auch speziell unterstützende Nährstoffe wie z.B. Teufelskralle, MSM, Hyaluron oder Glucosamin können den Bewegungsapparat positiv unterstützen und dem täglichen Pferdefutter einfach und unkompliziert beigefügt werden. Diese Ergänzungen stellen wichtige Bausteine für den Gelenkstoffwechsel im Organismus zur Verfügung.

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