Die Inhalte des MIGOCKI Lexikons basieren auf fachlicher Literatur, wissenschaftlichen Studien und ernährungswissenschaftlichen Erkenntnissen und beziehen sich im Allgemeinen auf den Menschen, die Tiere und die Pflanzenwelt.

Lexikon

Eisen

Eisen (Fe) gehört zu den Spurenelementen und ist eines der häufigsten Elemente der Erde. Zugleich ist es ein wichtiger Bestandteil der Ernährung und kann durch tierische und pflanzliche Nahrungsmittel aufgenommen werden.

Ein großer Anteil an Eisen in Lebensmitteln ist in Innereien, speziell in Leber, aber auch in rotem Muskelfleisch zu finden. Auch pflanzliche Nahrungsmittel wie Weizenkleie, Kürbiskerne, Nüsse, Getreide und Hülsenfrüchte enthalten nennenswerte Mengen des Spurenelements. Dabei ist zu beachten, dass die Eisenaufnahme aus pflanzlichen Produkten um mindestens das Dreifache geringer ist als aus tierischen Produkten. Der Grund dafür ist die unterschiedliche Art der vorliegenden Verbindungen. Für die menschliche Ernährung ist zu beachten, dass Milchprodukte, die gemeinsam mit Eisen verzehrt werden, die Aufnahme des Spurenelements hemmen, während sie im Allgemeinen durch Vitamin C gesteigert werden kann. 

Eisen ist essenziell für die Bildung roter Blutkörperchen sowie für den Sauerstofftransport und kann damit zur Aufrechterhaltung vieler Prozesse im Körper beitragen. Das Spurenelement kann nicht nur das Gehirn und das Nervensystem unterstützen, indem es zu einer normalen kognitiven Funktion beiträgt, sondern auch das intakte Immunsystem stärken. Weiter kann Eisen den normalen Energiestoffwechsel fördern und die Leistungsfähigkeit steigern, da es Müdigkeit und Ermüdung verringert. 

Ein ernährungsbedingter Mangel an Eisen kann auf Dauer zu einer Anämie, einer Blutarmut, führen, mit der Blässe, Erschöpfung und Infektanfälligkeit einhergehen können. Umgekehrt kann eine Überdosierung zu verschiedenen Anfälligkeiten des Organismus führen, da es sich in der Leber anlagert. Erhöhter Eisenbedarf kann vor allem bei chronischen Krankheiten, in der Schwangerschaft, nach der Geburt, bei regelmäßigen Blutspenden, bei Verletzungen mit erhöhtem Blutverlust, bei Stress oder im Leistungssport entstehen.