Lexikon Pferdefütterung

Die Inhalte des MIGOCKI Lexikons basieren auf fachlicher Literatur, wissenschaftlichen Studien und ernährungswissenschaftlichen Erkenntnissen und beziehen sich im Allgemeinen auf den Menschen, die Tiere und die Pflanzenwelt.

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Jod

Jod gehört zu den Halogenen und stellt für Mensch und Tier ein essenzielles Spurenelement dar. In seiner natürlichen Form kommt Jod in verschiedenen Verbindungen in Böden und gelöst im Meerwasser vor.

Das Halogen ist in Meeresfischen und in geringen Mengen auch in Fleisch, Milch und Eiern sowie in grünem Gemüse wie Spinat und Brokkoli enthalten. Durch ihre Fähigkeit, das Element zu speichern, sind insbesondere Meeresalgen und Tange reich an Jod.

Zwar ist das Halogen weit verbreitet, häufig jedoch nur in geringen Mengen. Menschen und Tiere, die nicht regelmäßig jodhaltige Nahrung zu sich nehmen, sind auf die Versorgung durch mit Jod angereicherte Nahrungsmittel angewiesen. Das ist in großen Teilen Deutschlands der Fall. Aus diesem Grund werden Speisesalz und Viehfutter jodiert, um die Versorgungslücke zu beheben. Trotzdem kommt es immer wieder zu Mangelerscheinungen, welche in erster Linie die Funktion der Schilddrüse beeinträchtigen. Besonders schwerwiegend können die Folgen jedoch in der Schwangerschaft und während der Stillzeit sein, da ein starker Jodmangel zu Schäden bei Embryos oder Säuglingen führen kann. Neben Menschen mit Aufnahmestörungen sind vor allem Solche von Mangelerscheinungen betroffen, die auf jodierte oder von Natur aus jodhaltige Lebensmittel verzichten. Eine entsprechende Unterversorgung kann durch den Jodanteil des Urins festgestellt werden, da nur ein Teil des Elements in der Schilddrüse gespeichert werden kann und der Rest über die Niere ausgeschieden wird.