Die gesunde Zinkversorgung im Bereich der Pferdefütterung

MIGOCKI Tierernährung
2021-08-25 10:20:00
Die gesunde Zinkversorgung im Bereich der Pferdefütterung - Die gesunde Zinkversorgung von Pferden - MIGOCKI Tierernährung

Ein gesunder Hautstoffwechsel, glänzendes Fell, gesunde Hufe und ein intaktes Immunsystem – alles, was eine ausgewogene Versorgung mit verschiedenen Vitalstoffen, zu denen auch das Zink gehört, bewirken kann.

Zink in der Pferdefütterung: Förderung des Stoffwechsels und des Hautbildes

Das Spurenelement Zink hat viele wichtige Aufgaben im Körper und somit einen hohen Stellenwert, da es Bestandteil von mehreren hundert Enzymen ist. Ein Teil dieser Enzyme ist an der Verwertung von Nährstoffen wie Kohlenhydrate, Proteine und Fette beteiligt und belebt dadurch den Stoffwechsel. Der andere Teil der zinkabhängigen Enzyme arbeitet an der Zellteilung und am Proteinaufbau. Kurz gesagt kann nur zusammen mit Zink ein gesunder Muskelaufbau im vollen Umfang stattfinden. Weiter sind Spurenelemente, Vitamine und Vitalstoffe für ein gesundes Hautbild, das Haarwachstum und für die Schutzfunktion der Haut von essenzieller Bedeutung. Zink nimmt in diesem Bereich der Nähstoffversorgung eine besondere Rolle ein, da es für den dermalen Umwandlungsprozess der Haut und die regelmäßige Erneuerung der Oberhaut verantwortlich ist und die geregelte Verhornung unterstützen kann. Es ist auch am Stoffwechsel des Cysteins, eine der wichtigsten Aminosäuren für den Aufbau des Haarkeratins, beteiligt.
Zink kann überdies bei der generellen Entgiftung und Entschlackung als wesentliche Komponente des körpereigenen Schutzsystems eingesetzt werden, da der Körper zur täglichen Entgiftung auf Enzyme zurückgreift. Vor allem die antiviralen Eigenschaften des Zinks, die in der Forschung durch Studien der vergangenen Jahrzehnte bekannt geworden sind, können die Immunfunktion steigern und somit die körpereigenen Abwehrkräfte stärken. Ein fütterungsbedingter Zinkmangel mindert jedoch meist die Aktivität der Abwehrzellen im Organismus. Diese Erkenntnis kann man im Bereich von Atemwegsproblematiken positiv nutzen, denn es gibt Hinweise, dass Zink die Anheftung von Viren an den Rezeptoren im Nasenepithel (obere Nasenschleimhautschicht) reduzieren kann und somit den Histamin-Stoffwechsel mindert. Dadurch schwellen die Nasenschleimhäute des Tieres weniger an und die Atmung kann so erleichtert werden. Zudem kann sich in Zeiten von starkem Pollenflug oder bei Heustauballergikern ein ausgewogene Zinkversorgung positiv bemerkbar machen. Bei Pferden mit diagnostizierter COPD (chronische Bronchitis) wurden bereits gute Erfahrungen durch eine gezielte und kontrollierte Zugabe von Zink in Kombination mit Schwarzkümmel gemacht.

Zink unterstützt:
  • das gesunde Hufwachstum
  • den Stoffwechsel
  • das Immunsystem
  • die Atemwege
  • die gesunde Verdauung
  • die Haut und das Fellwachstum
  • die psychische Ausgeglichenheit
  • die gesunden Schleimhäute
  • die Wundheilung
  • die körpereigene Verwertung von Fetten, Kohlenhydraten und Proteinen
  • die Sehkraft

Zinkmangel:  Hautprobleme, schwache Abwehrkraft und Stimmungsschwankungen

Anhaltender Leistungsdruck, Stress und eine nicht bedarfsgerechte Fütterung sind die Hauptgründe für Hautreaktionen, Magen-Darm Störungen, Unausgeglichenheit, Nervosität aber auch Abgeschlagenheit. Dabei entsteht meist ein erhöhter Bedarf an Mikronährstoffen der gerecht angepasst werden muss. Haut- und Schleimhautproblematiken und eine schwache Abwehrkraft sind oftmals Anzeichen für einen fütterungsbedingten Zinkmangel. Das liegt daran, dass das System der Haut und des Immunsystems zu den Zellsystemen mit hoher Zellteilungsrate gehören. Bei einem fütterungsbedingten Zinkmangel kann die Zellteilung nicht mehr so schnell und reibungslos ablaufen, wie es für die Zellen nötig ist. Da die Zellteilung der Haarfollikel ebenso sehr schnell verläuft, kann sich der Zinkmangel auch durch erhöhten Fellausfall bemerkbar machen. Grundlegende und langjährige Verdauungsstörungen sind mögliche Auslöser, die zu einem Defizit führen können, weil dadurch die Aufnahme des Spurenelements im Magen-Darm-Trakt gestört werden kann.
Da Zink auch an der DNA- und Proteinsynthese beteiligt ist, kann ein Zinkmangel bei jungen Pferden zu Wachstumsstörungen führen. Zudem ist das Spurenelement aktiv am Vitamin A-Stoffwechsel in Form der Retinol bildenden Proteinsynthese beteiligt und trägt deshalb zum Erhalt der normalen Sehkraft bei. Im Allgemeinen kann bei altersbedingten Sehschwächen oftmals festgestellt werden, dass der Zinkspiegel der Netzhaut parallel zum Sehverlust sinkt. Studien haben gezeigt, dass auf ein Zinkdefizit oftmals Stimmungsschwankungen folgen können. Auslöser dafür ist das Zink als Coenzym, welches in einer weiteren Vorstufe beim Aufbau von Serotonin beteiligt ist und für mehr Ausgeglichenheit und psychische Gelassenheit im Alltag des Pferdes sorgt. Außerdem lässt sich im Bereich der Eierstöcke und der Spermienflüssigkeit ein erhöhtes Zinkvorkommen verzeichnen. Bei verminderter Aufnahme können diese Bereiche also schnell unterversorgt sein. Erst mit einer ausgewogenen Zinkversorgung steigt die Fruchtbarkeit des weiblichen oder männlichen Tieres wieder.
Ein erhöhter Bedarf entsteht auch bei Pferden mit KPU (Kryptopyrrolurie), da bei dieser Stoffwechselstörung die Ausscheidungsrate der Spurenelemente Zink und Mangan und des Vitamins B6 erhöht ist. Hier sollte besonders auf eine kontrollierte, ausreichende und abgestimmte Zinkzugabe geachtet werden. Zu beachten ist, dass, unabhängig von der Fütterung, verschiedene Medikamente den Zinkspiegel absenken können, indem sie eine erhöhte Zinkausscheidung mit dem Urin fördern oder die Aufnahme von Zink erschweren. Hierzu zählen Medikamente wie Magensäureblocker, Cortison und Antibiotika.

Mögliche Folgen eines langfristigen unausgeglichenen Zinkhaushaltes bei Pferden:
  • Höhere Infektanfälligkeit
  • Haut- und Schleimhautschäden
  • Haarausfall
  • Psychische Auffälligkeiten
  • Gestörte Wundheilungsprozesse
  • Hormonstörungen
  • Unfruchtbarkeit
  • Atemwegsprobleme
  • Verdauungsstörungen

Dank heutiger Kenntnisse und den Fortschritten der allgemeinen Ernährungsmedizin ist es auch im Bereich der Tierernährung und der Pferdefütterung möglich die positiven Zusammenhänge von Mikronährstoffen bedarfsgerecht einzusetzen und den allgemeinen Gesundheitszustand des Pferdes zu unterstützen und zu fördern. Dies kann oftmals bereits durch eine hochwertige, tägliche Mineralisierung mit einem ausgewogenen und für den Organismus gut verfügbaren Spurenelementanteil erfolgen. Bei einem erhöhten Bedarf oder einem fütterungsbedingten Defizit an wichtigen Nährstoffen wie Zink, Selen, Mangan oder B-Vitaminen können diese durch eine individuelle Zugabe ergänzt werden.

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