Die Inhalte des MIGOCKI Lexikons basieren auf fachlicher Literatur, wissenschaftlichen Studien und ernährungswissenschaftlichen Erkenntnissen und beziehen sich im Allgemeinen auf den Menschen, die Tiere und die Pflanzenwelt.
Lexikon
Rohasche
Rohasche ist ein analytischer Bestandteil von Futtermitteln und beschreibt den Anteil an Mineralstoffen. Zur Bestimmung wird das Futtermittel bei hohen Temperaturen vollständig verbrannt. Dabei werden alle organischen Bestandteile wie Proteine, Fette und Kohlenhydrate entfernt, während die enthaltenen Mineralstoffe als Ascherückstand zurückbleiben.
Der Rohaschegehalt gibt somit Auskunft über den gesamten Mineralstoffgehalt eines Futtermittels. Er lässt jedoch keine Rückschlüsse darauf zu, welche einzelnen Mineralstoffe enthalten sind oder in welcher Menge diese vorliegen. Hierfür sind die deklarierten Gehalte einzelner Mineralstoffe wie beispielsweise Calcium, Magnesium, Natrium oder Phosphor entscheidend.
Ein hoher Rohaschegehalt bedeutet nicht automatisch, dass ein Futtermittel von geringerer Qualität ist. Der Wert beschreibt zunächst lediglich den gesamten Mineralstoffgehalt eines Futtermittels.
Ob ein hoher oder niedriger Rohaschegehalt erwünscht ist, hängt daher immer von der Art des Futtermittels ab. Bei Mineralfuttern oder anderen mineralstoffreichen Futtermitteln ist ein hoher Rohaschegehalt völlig normal und sogar gewünscht, da er auf einen entsprechend hohen Gehalt an Mineralstoffen hinweist. Bei anderen Futtermitteln kann derselbe Wert hingegen eine andere Bedeutung haben.
Der Rohaschegehalt sollte deshalb niemals isoliert betrachtet werden, sondern immer im Zusammenhang mit der Art des Futtermittels und dessen Verwendungszweck.