Den Fellwechsel beim Hund sanft und effektiv unterstützen
Zweimal im Jahr steht bei den meisten Hunden ein großer Wechsel an: Das Fell wird ausgetauscht, der Organismus arbeitet auf Hochtouren. Der sogenannte Fellwechsel ist ein natürlicher Prozess, der den Hund viel Energie kostet und für Haut und Immunsystem eine besondere Herausforderung darstellt. In diesem Beitrag erfährst Du, warum der Fellwechsel für Deinen Hund so wichtig ist, wie er abläuft, welche Probleme auftreten können und wie Du Deinen Vierbeiner mit Pflege und Nährstoffen bestmöglich unterstützen kannst.
- Welche Funktion haben Fell und Fellwechsel beim Hund?
- Was wird als Fellwechsel bei Hunden bezeichnet?
- Wie läuft der Fellwechsel bei Hunden ab?
- Wie Hunde beim Fellwechsel unterstützt werden können
- Fütterung von Hunden beim Fellwechsel – was gibt es zu beachten?
- Schlüsselnährstoffe beim Fellwechsel von Hunden
- Fazit: Durch gezielte Fütterung Fellwechsel und Hautgesundheit fördern
1. Welche Funktion haben Fell und Fellwechsel beim Hund?
Das Fell unserer Hunde ist ein wahres Wunderwerk der Natur, bestehend aus Hunderttausenden einzelner Haare. Jedes dieser Haare entspringt einer tiefen Einstülpung in der Haut, welche Follikel genannt werden. Bemerkenswert ist, dass aus einem einzigen Haarfollikel mehrere Haartypen wachsen können – die längeren, kräftigeren Primärhaare sowie die weicheren Wollhaare. Dabei erfüllt das Hundefell lebenswichtige Aufgaben, wie z. B. die Temperaturregulation und den Schutz vor äußeren Einflüssen.
Woraus besteht das Fell eines Hundes?
Das Hundefell ist ein komplexes Schutzsystem, welches sich aus zwei Hauptbestandteilen zusammensetzt: den längeren, festeren Deckhaaren (Primärhaaren) und der weichen, dichten Unterwolle (Wollhaare). Beide Haartypen entspringen einem gemeinsamen Haarfollikel. Der Hauptbestandteil eines Haars ist hierbei das Strukturprotein Keratin. Ergänzt wird der Hauptbestandteil durch die Spurenelemente Zink und Eisen, verschiedene Fettsäuren und den Pigmentstoff Melanin. Diese Nebenbestandteile schützen das Fell und tragen zu seinem Glanz bei.
Welche Aufgaben erfüllt das Fell eines Hundes?
Das Fell ist jedoch weit mehr als ein schön anzusehender Haarmantel – es erfüllt überlebenswichtige Funktionen:
- Temperaturregulierung: Das Fell reguliert die Körpertemperatur, indem es im Herbst und Winter vor Kälte bewahrt. Umgekehrt schützt es in den Sommermonaten wie ein Kühlsystem vor Hitze und UV-Strahlen.
- Schutz vor äußeren Einflüssen: Das Hundefell bietet der Haut Schutz vor äußeren Einflüssen wie Niederschlägen, Verletzungen und Schmutz.
- Parasitenabwehr: Ein dichtes Fellkleid erschwert Zecken und anderen blutsaugenden Parasiten und Insekten den Zugang zur Haut.
2. Was wird als Fellwechsel bei Hunden bezeichnet?
Als Fellwechsel wird die natürliche Anpassung des Hundefells an die jahreszeitlich wechselnden Anforderungen bezeichnet. An die Abfolge der Jahreszeiten haben sich zahlreiche Säugetiere angepasst, darunter auch die Kaniden (Tierfamilie der Hunde). Während im Frühling das wärmende Winterfell mit seiner dichten Unterwolle abgelegt wird, um Platz für ein leichteres Sommerfell zu machen, wird im Herbst das dünnere Sommerfell gegen einen wärmenden Wintermantel getauscht. Dabei löst der Organismus große Mengen Haare ab und bildet gleichzeitig neue – eine ausgesprochen große Belastung für den Hundekörper.
Schon gewusst?
Was den Prozess des Fellwechsels auslöst, ist nicht abschließend geklärt
Der halbjährliche Fellwechsel bei Hunden ist eine evolutionäre Anpassung der Kaniden (Tierfamilie der Hunde) an wechselnde Witterungsverhältnisse. Gesteuert wird er höchstwahrscheinlich von der sich verändernden Tageslichtlänge und der damit verbundenen Produktion des Hormons Melatonin in der Zirbeldrüse des Gehirns (Epiphyse) – abschließend geklärt ist dies jedoch nicht. Im Frühjahr werden die Tage wieder länger und die Melatonin Produktion sinkt, was den Wechsel zum Sommerfell einleitet. Im Herbst werden die Tage wieder kürzer und der Melatonin Spiegel steigt wieder an, was die Bildung des Winterfelles fördert.
3. Wie läuft der Fellwechsel bei Hunden ab?
Der Fellwechsel bei Hunden erstreckt sich über mehrere Wochen, meist in den Übergangszeiten im Frühjahr (März/April) und Herbst (Oktober/November). Dabei ist der Fellwechsel im Herbst in der Regel weniger intensiv als im Frühjahr, da das Winterfell deutlich mehr Unterwolle besitzt. Wie lange der Fellwechsel andauert, unterscheidet sich von Hund zu Hund und sogar beim selben Tier von Jahr zu Jahr. Ebenso unterscheidet sich die Intensität des Fellwechsels: Manche Hunde haaren in Schüben, andere eher gleichmäßig. Auch Alter, Hormonhaushalt (z. B. Kastration) und Gesundheitszustand beeinflussen Dauer und Ausprägung dieser Phase. Der vereinende Punkt ist jedoch die Anstrengung – die Phase des Fellwechsels ist eine enorme Belastung für den Hundeorganismus, was sich unter anderem in einem erhöhten Nährstoffbedarf äußert.
Bereits gewusst?
Nicht alle Hunde durchleben einen Fellwechsel im großen Ausmaß.
Nicht alle Hunderassen haaren zyklisch: Rassen wie Pudel, Yorkshire Terrier oder Wasserhunde haben ein kontinuierlich wachsendes Fell. Abgestorbene Haare bleiben dort oft hängen und müssen regelmäßig ausgebürstet werden. Daneben gibt es Nackthunderassen (z. B. Mexikanischer Nackthund), die kaum bis gar nicht haaren, da sie weniger Haare besitzen.
4. Wie Hunde beim Fellwechsel unterstützt werden können
Der Fellwechsel bedeutet für den Hundeorganismus erheblichen Stress, da der Körper auf Hochtouren läuft: Altes Haar wird abgestoßen, gleichzeitig wächst das neue Fellkleid intensiv nach. Abgestorbene Haare können im Fell stecken bleiben, was zu Hautirritationen und Juckreiz führt. Dabei versuchen Hunde durch heftiges Kratzen und Schütteln, das tote Haar schnell loszuwerden. Um Deinen Vierbeiner dieser Phase zu erleichtern, kannst Du ihn gezielt unterstützen.
Eine wichtige Maßnahme, um Deinem Hund den Fellwechsel zu erleichtern, ist regelmäßiges Bürsten. Es hilft, lose Haare zu entfernen, Haut und Haarfollikel zu stimulieren und Juckreiz zu lindern. Gleichzeitig wird die Hautdurchblutung angeregt – das fördert das Wachstum neuer Haare. Je nach Felltyp kann es sich lohnen, mindestens 2–3-mal pro Woche gründlich zu bürsten.
Auf Hautprobleme achten
Der Fellwechsel kann bei Hunden mit normalen Hautirritationen und Begleiterscheinungen einhergehen: Dazu zählen schuppige Haut, Rötungen oder Juckreiz. Falls beim Bürsten und Kämmen schütte Stellen auftauchen, bei denen sogar die Haut durchscheint, muss das kein Grund zur Sorge sein. Kritisch sind allerdings komplett kahle Stellen, stark gerötete Haut oder Pusteln. Das können Signale eines nicht optimal ablaufenden Fellwechsels sein. Vor allem in ernsten Fällen sollte hier ein tierärztlicher Rat eingeholt werden.
Ausgewogene Ernährung und Hydration
Der Körper Deines Vierbeiners benötigt zum Aufbau des neuen Fells eine Menge Energie, was zu einem insgesamt erhöhten Bedarf an wertvollen Nährstoffen führt – ganz besonders solche, die für den Haaraufbau wichtig sind. Eine ausgewogene Ernährung mit Hundefutter und eine gezielte Zugabe von Nahrungsergänzungsmitteln können den Fellwechsel bei Deinem Hund fördern. Daneben gilt es, auf eine stetige Wasserversorgung zu achten, um den Stoffwechsel des Tieres anzuregen.
Wusstest Du bereits?
In folgenden Situationen solltest Du einen tierärztlichen Rat einholen:
- kahle Stellen oder übermäßiger Haarausfall an bestimmten Körperregionen
- starker Juckreiz oder Hautveränderungen wie Rötungen, Schuppen oder Krusten
- Verletzungen durch übermäßiges Kratzen oder Lecken
- Fellwechsel, der länger als 2-3 Monate andauert
- plötzliche Veränderungen der Fellqualität
- allgemeine Symptome wie Appetitlosigkeit, Lethargie oder Verhaltensänderungen
5. Fütterung von Hunden beim Fellwechsel – was gibt es zu beachten?
Beim Fellwechsel benötigt der Hundekörper vor allem Kraft zum Aufbau des neuen Fellkleids. Unverzichtbar für den Aufbau ist dabei das Protein Keratin. Dieses lebenswichtige Protein wird von speziellen Zellen (genannt: Keratinozyten) synthetisiert – „synthetisieren“ ist hierbei der fachsprachliche Ausdruck für die Herstellung. Die Grundlage für die Keratin-Synthese bildet dabei das über die Nahrung aufgenommene Protein. Deshalb ist in der Zeit des Fellwechsels eine proteinreiche Fütterung zu empfehlen. So bieten die zugeführten Proteine nicht nur das Baumaterial für das neue Fell, sondern liefern auch dringend benötigte Energie. Um Keratin zu synthetisieren, benötigt der Körper allerdings nicht nur Proteine, sondern auch mehrere Mineralien, Spurenelemente und Vitamine.
6. Schlüsselnährstoffe beim Fellwechsel von Hunden
Um den Fellwechsel optimal zu unterstützen, benötigt Dein Hund verschiedene Nährstoffe. Diese können gezielt über die Dauer des Fellwechsels durch eine angepasste Fütterung mit ausgewählten Nahrungsergänzungsmitteln zugeführt werden. Die Nahrungsergänzung kann hierbei sicherstellen, dass Dein Hund keinen ernährungsbedingten Mangel entwickelt. Im Folgenden gehen wir deshalb auf die wichtigsten Nährstoffe genauer ein.
Zink
Ohne Zink keine Keratin-Bildung: Bei der Produktion des Strukturproteins Keratin spielt Zink eine zentrale Rolle. Ohne dieses Spurenelement kann kein Keratin synthetisiert und somit kein neues Haar gebildet werden. Daneben erfüllt Zink im Organismus zahlreiche weitere wichtige Funktionen:
- Unterstützung von Zellwachstum und Zellerneuerung
- Beteiligung am Schutz der Zellen vor freien Radikalen
- Förderung der Wundheilung (wichtig bei Hautirritationen)
- Stärkung des Immunsystems
Da Zink ein essenzielles Spurenelement ist, kann es nicht selbst vom Körper gebildet werden und muss durch die Nahrung aufgenommen werden. Ein ausgewachsener Hund benötigt am Tag durchschnittlich 1 mg Zink pro 1 kg Körpergewicht. Während des Fellwechsels steigt dieser Bedarf deutlich an, besonders bei langhaarigen Rassen. Deshalb kann sich in dieser Phase eine gezielte Nahrungsergänzung mit einem hochwertigen Zinkanteil lohnen, das durch seine hohe Bioverfügbarkeit schnell und vollständig vom Körper aufgenommen wird. Außerdem gibt es bestimmte Hunderassen – wie Siberian Husky, Alaskan Malamute und Bullterrier – die häufig an einem Gendefekt leiden, der die Zink-Aufnahme erschwert.
Bereits gewusst?
Bestimmtes Trockenfutter und vegane Alternativen enthalten oft nicht genügend Zink!
Trockenfutter mit hohem Getreideanteil sowie veganes Hundefutter enthalten oft zu wenig Zink, was das Risiko einer Unterversorgung bei Hunden erhöht. Als gute Zinklieferanten gelten hingegen Rind- und Geflügelfleisch sowie Hülsenfrüchte. Bei Bedarf kann eine Supplementierung mit organisch gebundenem, Zink sinnvoll sein, da dieses eine hohe Bioverfügbarkeit aufweist. Zudem enthalten hochwertige Zusatzfuttermittel weitere wichtige und sorgfältig dosierte Inhaltsstoffe, die Hunde beim Fellwechsel unterstützen können. So kann das Risiko einer Überdosierung von Zink vermieden werden, da zu viel Zink die Kupfer-Aufnahme im Organismus hemmt – dabei kann es zu unerwünschten Folgen wie einer Anämie kommen.
Kieselgur
Für Haarfestigkeit und Hautgesundheit: Kieselgur – auch Diatomeenerde genannt – ist ein natürliches, poröses Sedimentgestein, das aus Überresten von Kieselalgen (Diatomeen) besteht. Neben einer ausgewogenen Ernährung eignet es sich hervorragend als Nahrungsergänzung für die Unterstützung von Hunden beim Fellwechsel, da es das wichtige Spurenelement Silizium enthält. Silizium ist für das Haarwachstum unentbehrlich, da es neben Zink am Aufbau des Strukturproteins Keratin beteiligt ist.
Methionin
Unverzichtbar für den Stoffwechsel: Methionin ist wie Lysin eine essenzielle Aminosäure, welche der Körper nicht selbst herstellen kann. Dabei enthält diese Aminosäure vor allem Schwefel, welcher für die Synthese von Cistein von großer Bedeutung ist. Die Aminosäure Cistein ist wiederum für die körpereigene Produktion von Keratin und damit für den Fellwechsel zwingend notwendig. Darüber hinaus ist Methionin für den Zellschutz von hoher Relevanz, da es sich ebenfalls an der Synthese des Tripeptiden Glutathion beteiligt, das zu den wichtigen Antioxidantien gehört.
Lysin
Für ein starkes Immunsystem: Lysin ist eine essenzielle Aminosäure und somit ein wichtiger Eiweißbaustein, der über die Nahrung aufgenommen werden muss. Dabei hat Lysin mehrere Eigenschaften, die sich positiv auf den vom Fellwechsel angestrengten Hundekörper auswirken können. Lysin:
- ist für die Synthese von Keratin relevant und damit wichtig für das Haarwachstum
- stärkt das Immunsystem, indem es die Kollagenbildung und Wundheilung fördert
- besitzt antivirale Eigenschaften und hemmt insbesondere die Ausbreitung von Herpesviren
Wer seinem Vierbeiner die Zeit des Fellwechsels erleichtern will und nicht jeden Nährstoff einzeln dazugeben möchte, kann auch auf sorgfältig abgestimmte Kombipräparate zurückgreifen, die alle nötigen Nährstoffe enthalten.
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren
Für Glanz, Elastizität und Schutz des Fells: Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren sind ernährungsphysiologisch enorm wichtig für Hunde. Als essenzielle Fettsäuren müssen sie über die Nahrung aufgenommen werden und erfüllen dabei eine Reihe von bedeutenden Funktionen im Organismus. Zum einen sind sie bekannt für ihre entzündungshemmenden Eigenschaften. Zum anderen werden die Fettsäuren vom Hundekörper in Hormone wie Prostaglandine umgewandelt, die am Aufbau der Zellmembran und für die Funktion des Immunsystems unverzichtbar sind.
Daneben haben mehrfach ungesättigte Fettsäuren eine wichtige Bedeutung für die Haut- und Fellgesundheit. Sie haben einige positive Effekte:
- können Begleiterscheinungen des Fellwechsels wie gereizte und juckende Haut abmildern
- unterstützen die Bildung einer gesunden Hautbarriere, die vor äußeren Einflüssen wie UV-Strahlung schützt
- schützen die Haut vor Feuchtigkeitsverlust und machen sie dadurch weniger anfällig für Reizungen
- bilden eine schützende Haarlipidschicht und bewahren dadurch Haare einerseits vor Feuchtigkeitsverlust und andererseits vor dem Eindringen von Verunreinigungen
- versorgen Haut und Follikel mit dringend notwendigen Nährstoffen, um das Haarwachstum zu fördern
Kleine Ernährungskunde:
Ungesättigte Fettsäuren können speziell den Fellwechsel bei Hunden positiv beeinflussen:
Während des Fellwechsels kann sich eine Supplementierung mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren lohnen. Die enthaltene Menge in vielen Futtermitteln reicht oft nicht aus, um die tägliche benötigte Zufuhr zu decken. So kann eine gezielte Nahrungsergänzung mit hochwertigen Omega-3- und Omega-6-Quellen ernährungsbedingten Mängeln vorbeugen. Dafür eignen sich beispielsweise:
- Lachsöl: Es enthält zu rund 30 % die Omega-3-Fettsäuren Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA). So hat das Öl positive Effekte auf Haut- und Fellqualität, das Herz-Kreislauf-System, das allgemeine Wohlbefinden und kann besonders älteren Hunden bei Gelenkbeschwerden zugutekommen.
- Leinöl: Enthält die dreifach ungesättigte Alfa-Linolensäure (ALA) und kann dadurch ein gesundes Hautbild und glänzendes Fell unterstützen. Daneben kann Leinöl zum allgemeinen Gesundheitszustand beitragen und hilft bei der optimalen Aufnahme und Verwertung von Nährstoffen – vor allem als BARF-Zusatz.
- Schwarzkümmelöl: Eine natürliche Quelle ungesättigter Fettsäuren wie Linolensäure, Omega-3 und Omega-6, die an der Bildung einer gesunden Hautbarriere beteiligt sind.
Kräuter
Neben wertvollen Ölen gibt es auch eine Reihe von hilfreichen Kräutern, die sich als förderlich bei der Haut- und Fellgesundheit von Hunden erwiesen haben. Dazu gehören z. B. Mariendistel und Klebkraut:
- Mariendistel: Das getrocknete Mariendistelkraut enthält wertvolle Inhaltsstoffe wie den Stoff Sylimarin sowie Linolen- und Ölsäure. Wie vorher erwähnt, können die enthaltenen ungesättigten Fettsäuren das gesunde Hautbild und das glänzende Fell des Hundes nährstoffbedingt fördern. Darüber hinaus wird Mariendistel als hochwertige Futterergänzung zur nutritiven Unterstützung der Zellstrukturen, der Leberfunktion und des intakten Immunsystems genannt.
- Klebkraut: Die enthaltenen Nährstoffe des Klebkrauts sind vor allem Glykoside, Flavonoide, Gerbstoffe und Kieselsäure, welche ihm stoffwechselanregende Eigenschaften verleihen. Klebkraut ist für den Hautstoffwechsel von besonderer Bedeutung und kann daneben zur Stabilisierung des Bindegewebes beitragen.
Bierhefe und B-Vitamine
Bierhefe für Fellgesundheit und allgemeines Wohlbefinden: Neben Mineralien und mehrfach ungesättigten Fettsäuren fördern auch Vitamine das gesunde Haarwachstum und unterstützen so den Hund während der Fellwechselzeit. Vor allem die Vitamine der B-Gruppe können gezielt eingesetzt werden. Zu den besten Lieferanten von schnell bioverfügbaren Vitaminen wie B1, B2, B6 und B12 gehört Bierhefe – der Klassiker unter den Nahrungsergänzungsmitteln. Dabei kommt jeder dieser Vitalstoffe der Haut und dem Fell auf eine bestimmte Art zugute:
- Vitamin B1 (Thiamin) unterstützt den Energiestoffwechsel und ist relevant für die Hautgesundheit.
- Vitamin B2 (Riboflavin) soll die Haarfollikel stärken und trägt insgesamt zur Zellerneuerung bei, was das Haarwachstum fördert.
- Vitamin B6 (Pyridoxin) ist unter anderem für die Talgproduktion und somit für den Schutz des Haars vor äußeren Einflüssen von Bedeutung.
- Vitamin B12 (Cobalamin) ist grundsätzlich für die Sauerstoff- und Blutversorgung der Körperorgane wichtig. Darüber hinaus ist dieser Vitalstoff für die Zellteilung und somit ebenfalls für das Haarwachstum relevant.
Zusätzlich enthält Bierhefe mehrere essenzielle Aminosäuren wie Methionin, Lysin oder Threonin.
7. Fazit: Durch gezielte Fütterung Fellwechsel und Hautgesundheit fördern
Der Fellwechsel ist ein natürlicher Prozess bei Hunden, der in der Regel zweimal jährlich auftritt. Ein reibungsloser Fellwechsel ist dabei kein Selbstläufer – er verlangt dem Hundeorganismus viel ab und sorgt für einen erhöhten Nährstoffbedarf. Mit gezielter Pflege, regelmäßigem Bürsten und einer auf den Mehrbedarf abgestimmten Fütterung erleichterst Du Deinem Vierbeiner diese intensive Phase. Nährstoffe wie Zink, Lysin, Methionin, Kieselgur, Omega-Fettsäuren und B-Vitamine sind dabei eine echte ernährungstechnische Unterstützung für gesundes Fell und starke Haut – so hilfst Du Deinem Hund, vital durch die Fellwechselzeit zu kommen.
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André Migocki – Inhaber MIGOCKI Tierernährung
„Für Dein Tier stets das Beste!“ Nach diesem Leitsatz und mit viel Leidenschaft führt André Migocki sein Unternehmen MIGOCKI Tierernährung seit dem Jahr 2006. Als qualifizierter Ernährungs- und Vitalstoffberater steht für ihn die Gesundheit von Tieren an erster Stelle. Bei seinem Lieblingsthema, der Tiergesundheit, hält es es ganz nach dem Motto: Dein Tier ist, was es frisst. Seine große Affinität für das Tierwohl hat er seinem Großvater, einem erfahrenen Tierarzt, zu verdanken. André Migockis ständiger Antrieb ist die Faszination und Überzeugung, mit Nährstoffen einen positiven Einfluss auf die Tiergesundheit nehmen zu können. Im ständigen Austausch mit Tierärzten und Therapeuten steckt er sein gesamtes Fachwissen in die MIGOCKI Produkte und deren Weiterentwicklung.