Hundetrockenfutter – einfach füttern, gesund ernähren
Trockenfutter gehört zu den beliebtesten Futterarten für Hunde. Es ist praktisch zu lagern, hygienisch und lässt sich leicht portionieren – ideal für den Alltag und unterwegs. Wenn die Zusammensetzung stimmt, kann Trockenfutter als Alleinfutter für Hunde alle nötigen Nährstoffe liefern und zur langfristigen Gesundheit Deines Hundes beitragen. Doch was macht ein hochwertiges Hundetrockenfutter aus, worauf sollte bei der Auswahl geachtet werden und welche Sorte passt am besten zu den individuellen Bedürfnissen Deines Hundes? Wir klären auf!
- Was zeichnet ein hochwertiges Hundetrockenfutter aus?
- Proteine im Trockenfutter: die Grundlage für Muskeln und Vitalität bei Hunden
- Frischfleisch als genussvolle und praktische Proteinquelle im Hundetrockenfutter
- Darum sind Fette ein unverzichtbarer Energie- und Nährstoffträger im Hundetrockenfutter
- Mit Kohlenhydraten im Hundetrockenfutter die Energiezufuhr und Verdauung fördern
- Nährstoffarme Begleitstoffe: Worauf solltest Du im Hundetrockenfutter achten?
- Die ideale Ergänzung: Mikronährstoffe und natürliche Zusätze im Hundetrockenfutter
- Welches Trockenfutter eigent sich für die unterschiedlichen Lebensphasen bei Hunden?
- Lagerung, Hygiene und Reisen: Mit diesen Vorteilen überzeugt Hundetrockenfutter
- Fazit: Hochwertiges Hundetrockenfutter sollte praktisch, ausgewogen, gesund sein
1. Was zeichnet ein hochwertiges Hundetrockenfutter aus?
Ein gutes Trockenfutter orientiert sich an den natürlichen Bedürfnissen Deines Hundes und stellt eine vollwertige, ausgewogene Ernährung sicher. Wichtige Qualitätsmerkmale, die Dir bei der Auswahl des passenden Hundetrockenfutters helfen können, sind:
- Ein hoher Anteil an Frischfleisch und damit eine hohe Wertigkeit an Proteinen
- gut verdauliche Fleischsorten von möglichst nur einer Proteinquelle (Monoprotein)
- Kohlenhydrate aus natürlichen, glutenfreien Quellen wie Kartoffeln, Erbsen oder Reis
- ausgewogenes Verhältnis von Protein zu Fett sowie Calcium zu Phosphor
- Keine oder nur technisch notwendige Anteile an Füllstoffen, möglichst ohne künstliche Zusätze und übermäßigem Getreide
- transparente Deklaration der Inhaltsstoffe
- hochwertige Zusätze wie Öle, Vitamine, Spurenelemente und Ballaststoffe
Ein hochwertiges Trockenfutter ist somit nicht nur praktisch in der Anwendung, sondern kann auch die Basis für ein langes und vitales Hundeleben legen.
Welche wichtigen Nährstoffe sollte ein Hundetrockenfutter beinhalten?
Ein Hundetrockenfutter sollte mehrere zentrale Nährstoffgruppen enthalten, damit Dein Hund ausgewogen versorgt wird. Dazu gehören folgende Nährstoffe, auf die wir im weiteren Text näher eingehen werden:
- Proteine: Besonders tierische Eiweiße aus gut verdaulichen Quellen wie Geflügel, Kaninchen, Lamm oder Lachs.
- Fette: Energielieferanten sowie Träger fettlöslicher Vitamine; ideal mit ausgewogenem Omega-6-/ Omega-3-Verhältnis.
- Kohlenhydrate: Gut verwertbare Energiequellen, z. B. Kartoffeln, Süßkartoffeln oder Erbsen, die zusätzlich wertvoll als Ballaststoffe sind.
- Nährstoffe: Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente wie Zink, Mangan und Selen.
- Natürliche Zusätze: Grünlippmuschel für Hunde, Bierhefe, Inulin, Flohsamenschalen, MSM oder Cranberries für Stoffwechsel, Verdauung und Gelenke.
2. Proteine im Trockenfutter: die Grundlage für Muskeln und Vitalität bei Hunden
Proteine (umgangssprachlich: Eiweiße) sind essenziell, da sie unverzichtbare Bausteine für die Muskulatur, Gewebe, Skelett und alle Körperorgane sind. Darüber hinaus sind sie an allen wichtigen Stoffwechselprozessen beteiligt und sorgen für eine funktionierende Immunabwehr der Tiere. Für ein Hundetrockenfutter eignen sich vor allem tierische Proteine, da diese für den Hund eine hohe biologische Verfügbarkeit aufweisen. Als gut verdauliche, tierische Proteinquellen zählen z. B. Geflügel, Kaninchen, Lamm oder Lachs. Sie liefern alle wichtigen Aminosäuren für die Energie, das Wachstum, die Regeneration und das Immunsystem Deines Vierbeiners. Für sensible Hunde kann ein Monoprotein-Trockenfutter (häufiger bekannt auch als Single-Protein), sinnvoll sein, da nur eine tierische Eiweißquelle enthalten ist und der Verdauungstrakt so weniger belastet wird.
Welche Fleischsorten im Hundetrockenfutter haben die höchste Bioverfügbarkeit?
Neben der Verdaulichkeit der Proteine im Trockenfutter, kommt es ebenfalls auf die Qualität des Fleisches an. Als Lieferanten von leicht verwertbaren Fleischsorten für Hunde empfehlen sich in erster Linie Geflügel, Kaninchen, Lamm und Lachs. Diese Fleisch- und Fischsorten sind für die meisten Hunde gut bekömmlich, da sie relativ wenig Bindegewebe enthalten. Dazu sind Hühner- und Putenfleisch mit 3 % bis 8 %, Kaninchen mit 3 % bis 5 % und Lamm mit ca. 10 % Fettanteil relativ mager, sodass die Verdauung nicht unnötig belastet wird. Der Lachs ist zwar mit 10 % bis 15 % Fett eine eher reichhaltige Kost, jedoch wird er aufgrund seiner feinen Struktur und des Anteils wertvoller Omega 3 Fettsäuren ebenfalls gut vom Hundekörper verwertet und eignet sich damit auch bei der Fütterung von Hunden mit geringem Energiebedarf.
Wusstest Du bereits?
Kaninchenfleisch eignet sich hervorragend für Hunde mit empfindlicher Verdauung.
Fleisch von Kaninchen gilt als besonders gut verträgliche Eiweißquelle in der Hundefütterung. Im Trockenfutter weist es ein sehr geringes Allergenpotenzial auf und eignet sich daher ideal für Hunde mit empfindlicher Verdauung oder allgemein bekannten Futterunverträglichkeiten.
Was sind die Vorteile von Monoprotein-Trockenfutter?
Unter hochwertigen Trockenfuttersorten für Hunde gibt es inzwischen immer mehr Single-Protein- oder Monoprotein-Futtermittel, die nur aus einer tierischen Eiweißquelle bestehen. Der Grund dafür sind mehrere ernährungsphysiologische Vorteile:
- Oft handelt es sich um besonders leicht verdauliche Fleischsorten wie Hühner-, Kaninchen- oder Lammfleisch
- Eine einzige tierische Proteinquelle verringert das Risiko einer allergischen Reaktion im Vergleich zu Futtermitteln mit mehreren Proteinstrukturen.
- Dazu ist ein Single-Protein-Trockenfutter eine sichere, schonende Ernährung für Hunde mit bereits diagnostizierten oder allgemein bekannten Futtermittelallergien bzw. Unverträglichkeiten.
3. Frischfleisch als genussvolle und praktische Proteinquelle im Hundetrockenfutter
Ein wichtiges Qualitätsmerkmal bei Hundetrockenfutter – ein hoher Frischfleischanteil. Frisch verarbeitetes Fleisch enthält von Natur aus wertvolle Aminosäuren, Vitamine und Mineralstoffe, die vom Hundeorganismus besonders gut verwertet werden können. Durch die schonende Trocknung des Fleisches wird der Wassergehalt reduziert, während viele Nährstoffe erhalten bleiben – das Ergebnis ist eine hohe Nährstoffdichte bei gleichzeitig sehr guter Verdaulichkeit. Ein hoher Anteil an Frischfleisch sorgt außerdem für eine natürliche Schmackhaftigkeit des Futters. Hunde nehmen solches Futter meist besonders gern an, da Geschmack und Geruch deutlich intensiver sind als bei rein fleischmehlbasierten Rezepturen.
4. Darum sind Fette ein unverzichtbarer Energie- und Nährstoffträger im Hundetrockenfutter
Für Energie und Geschmack unverzichtbar – Fette gehören in jedes hochwertige Trockenfutter für Hunde. Warum? Fettsäuren sind die wichtigsten Energielieferanten bei der Hundefütterung. Daneben ermöglichen sie die Verwertung von fettlöslichen Vitalstoffen wie Vitamine A, D, E und K, die für den Körper essenziel sind. Für das Immunsystem, gesunde Haut und ein dichtes, glänzendes Fell sind Fette ebenfalls von entscheidender Bedeutung. Wichtig ist dafür allerdings ein ausgewogenes Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren im Trockenfutter. Weitere wertvolle Quellen für hochwertige Fettsäuren sind Lachsöl oder Leinsaat, die zusätzlich mit einer hohen geschmacklichen Akzeptanz überzeugen. Aus diesem Grund kann die Rezeptur eines hochwertigen Trockenfutters für Hunde gezielt durch pflanzliche Öle oder ein Lachsöl, abgerundet werden.
Schon gewusst?
Warum Seniorfutter anders schmeckt!
Der Fettgehalt eines Trockenfutters beeinflusst maßgeblich dessen Akzeptanz, da Fett ein wichtiger Geschmacksträger ist. Senior-Trockenfutter oder Futter für Hunde mit geringem Energiebedarf enthält daher bewusst weniger Fett, um den Kaloriengehalt zu reduzieren und den Stoffwechsel zu entlasten. Bei der Umstellung von einem energiereicheren Adultfutter kann dies zunächst zu einer geringeren Futterannahme führen. Dieses Verhalten ist in der Regel unbedenklich und normalisiert sich nach einer kurzen Umgewöhnungsphase. Eine langsame Umstellung über mehrere Tage unterstützt dabei nicht nur die Akzeptanz, sondern auch die Verdauung.
5. Mit Kohlenhydraten im Hundetrockenfutter die Energiezufuhr und Verdauung fördern
Kohlenhydrate liefern Hunden Energie und tragen zur ausgewogenen Zusammensetzung von Trockenfutter bei. Als gut verdauliche Quellen kommen vor allem Kartoffeln, Süßkartoffeln, Reis oder Erbsen zum Einsatz. Hunde können Stärke heute gut verwerten, da sie sich im Laufe der Domestikation an pflanzliche Nahrungsbestandteile angepasst haben. Eine verstärkte Bildung des Enzyms Amylase ermöglicht es ihnen, pflanzliche Stärke deutlich besser zu verdauen als Wölfe.
Kohlenhydrate bestehen aus sogenannten Sacchariden – einem Sammelbegriff für verschiedene Zuckerbausteine, die als Energiequelle dienen können. Entscheidend ist dabei nicht die Menge, sondern die Qualität und Verdaulichkeit der eingesetzten Rohstoffe. In moderaten Anteilen eingesetzt, helfen Kohlenhydrate dabei, den Energiegehalt des Futters sinnvoll zu steuern.
Neben der Energiezufuhr spielen bestimmte Kohlenhydratbestandteile auch als Ballaststoffe eine wichtige Rolle. Diese liefern zwar keine Energie, unterstützen jedoch eine geregelte Verdauung und tragen zu einer stabilen Darmflora bei.
Was sind die besten Lieferanten für pflanzliche Kohlenhydrate bei Hunden?
Für die Futterqualität ist die Art der Kohlenhydrat-Quelle von hoher Relevanz. Daher enthält ein gutes Trockenfutter gemüsebasierte Kohlenhydratquellen wie Kartoffeln oder Süßkartoffeln. Diese gelten als gut bekömmlich und sind glutenfrei. Hülsenfrüchte wie Erbsen liefern ebenfalls verwertbare Kohlenhydrate und Ballaststoffe, sollten jedoch nicht in zu hohen Mengen enthalten sein, da sie bei empfindlichen Hunden zu Blähungen führen können.
Wusstest Du bereits?
Kartoffeln gelten als besonders gut verträgliche Kohlenhydratquelle.
Im Gegensatz zu Reis sättigen Kartoffeln den Hund länger und sorgen für eine gleichmäßigere Energiebereitstellung. Viele Hunde wirken dadurch beim Füttern ruhiger und weniger gestresst, da ihr Sättigungsgefühl länger anhält.
6. Nährstoffarme Begleitstoffe: Worauf solltest Du im Hundetrockenfutter achten?
Viel Volumen, aber kaum Nährstoffe – einige Trockenfutter für Hunde enthalten nährstoffarme Begleitstoffe, (umgangssprachlich: Füllstoffe), die dem Futter zwar Energie und Volumen verleihen, jedoch kaum essenzielle Vitamine, Mineralstoffe oder Spurenelemente liefern. Hierbei handelt es sich häufig um Weizen, Mais, Soja oder auch Zuckerrübenschnitzel. Melasseschnitzel z. B. sind ein Nebenprodukt der Zuckerrübenverarbeitung und dienen als günstiger Ballaststofflieferant. Sie können allerdings dazu führen, dass der Hund häufigeren und voluminöseren Kot absetzt, da sie stark quellen.
Hochwertiges Trockenfutter verzichtet hingegen weitgehend auf solche Zutaten und setzt stattdessen auf alternative natürliche Faserquellen wie Apfeltrester oder Flohsamenschalen in angemessenen Mengen. Diese unterstützen schonend die Verdauung, ohne den Darm unnötig zu belasten, und tragen gleichzeitig zur Nährstoffaufnahme bei.
Wusstest Du bereits?
Getreidezusatz kann bei manchen Hunden Verdauungsbeschwerden und Allergie-Symptome auslösen.
Auch Getreide wird häufig als energiereicher, aber wenig wertvoller Bestandteil in Hundetrockenfutter eingesetzt. Besonders Weizen, der durch seinen Gluten Anteil bei empfindlichen Hunden Unverträglichkeiten oder Verdauungsbeschwerden auslösen kann. Viele Hunde profitieren daher von getreidefreien Rezepturen, die stattdessen auf leicht verdauliche Alternativen wie Kartoffeln oder Reis setzen.
7. Die ideale Ergänzung: Mikronährstoffe und natürliche Zusätze im Hundetrockenfutter
Ein hochwertiges Trockenfutter für Hunde liefert nicht nur Energie, sondern auch Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Diese spielen eine wichtige Rolle bei zahlreichen Stoffwechselvorgängen im Hundekörper. So können natürliche Zusätze und Mikronährstoffe die Trockenfutter-Rezeptur gezielt abrunden:
- Zink unterstützt Haut, Fell und Immunsystem sowie die Wundheilung. Ein ausgewogener Zinkgehalt fördert die Regeneration und kann dadurch zu einer stabilen Hautbarriere beitragen.
- Mangan ist ein zentraler Bestandteil beim Bindegewebs- und Knorpelstoffwechsel sowie bei der Energiegewinnung in den Zellen.
- Selen ist ein essenzieller Bestandteil wichtiger Enzyme. Dazu kann es antioxidative Eigenschaften unterstützen und so die Körperzellen vor oxidativem Stress schützen.
In qualitativ hochwertigen Trockenfuttern finden sich diese Spurenelemente in genau abgestimmten Mengen, da Dein Hund sie – in geringen, aber lebenswichtigen Mengen – über die tägliche Nahrung aufnehmen muss.
Welche natürlichen Zusatzstoffe haben sich im Hundetrockenfutter als sinnvoll erwiesen?
Ein gutes Hundetrockenfutter trägt nicht nur zur Sättigung bei, sondern unterstützt Deinen Hund auch langfristig in seiner Vitalität, Widerstandskraft und Stoffwechselgesundheit. Dafür eignen sich etwa folgende natürliche Zusatzstoffe:
- Grünlippmuschel für Hunde: Die Grünlippmuschel (Perna canaliculus) liefert wertvolle Bausteine wie Glucosamin und Chondroitin, die den natürlichen Knorpelstoffwechsel unterstützen und zur Erhaltung der Gelenkfunktion beitragen. Dank ihrer enthaltenen Omega-3-Fettsäuren kann sie die Beweglichkeit und Regeneration fördern.
- Apfeltrester & Flohsamenschalen: Apfeltrester liefert natürliche Ballaststoffe wie Pektin, das als Präbiotikum die Entwicklung einer gesunden Darmflora unterstützt. Flohsamenschalen können ein Vielfaches ihres Eigengewichts an Wasser binden, wodurch sie die Stuhlkonsistenz regulieren – ob bei hartem oder festem Kot. Gemeinsam fördern beide Inhaltsstoffe eine gesunde Darmtätigkeit und unterstützen die Nährstoffaufnahme über die Darmschleimhaut.
- Inulin (Chicorée-Extrakt): Inulin ist ein löslicher Ballaststoff, der im Darm als Nahrungsquelle für nützliche Bakterien dient und dadurch das Gleichgewicht der Darmflora unterstützt. Gleichzeitig kann es die Verdauung harmonisieren und zur besseren Verwertung wichtiger Nährstoffe beitragen.
- Bierhefe: Bierhefe ist reich an B-Vitaminen, Biotin, Zink und hochwertigen Aminosäuren. Damit unterstützt sie im Alltag die Haut, das Fell und den Stoffwechsel auf natürliche Weise. Die Inhaltsstoffe der Bierhefe fördern eine stabile Hautbarriere, ein glänzendes Hundefell und tragen zur normalen Funktion des Nervensystems bei.
- Yucca schidigera: Yucca kann dabei helfen, unangenehme Gerüche im Hundekot zu reduzieren. Die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe können, die Darmflora unterstützen und durch ihre bindenden Eigenschaften zur Verbesserung der Kotkonsistenz beitragen.
- MSM: Methylsulfonylmethan (kurz: MSM) ist eine Schwefelverbindung, die als Baustein für Bindegewebe, Knorpel, Haut und Fell dient. Sie kann die Elastizität des Bewegungsapparates unterstützen und außerdem zur Regeneration von Gelenken und Muskulatur beitragen
- Cranberries: Cranberries enthalten wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe wie Proanthocyanidine, die das Anhaften bestimmter Bakterien an den Harnwegen verhindern können. Zudem liefern sie Antioxidantien, die die Zellen vor oxidativem Stress schützen und damit das Immunsystem unterstützen.
- Ingwer: Ingwer enthält natürliche Wirkstoffe wie Gingerole und Shogaole, die eine gesunde Verdauung fördern und die Magen-Darm-Tätigkeit mild anregen können. Zudem wird er für seine antioxidativen Inhaltsstoffe geschätzt.
8. Welches Trockenfutter eignet sich für die unterschiedlichen Lebensphasen bei Hunden?
Welpen – für Wachstum und Entwicklung
Welpen haben einen besonders hohen Nährstoffbedarf. Hier bietet sich ein Trockenfutter an, dass leicht verdaulich, eiweißreich und getreidefrei ist. Ein ausgewogenes Verhältnis von Calcium zu Phosphor (ca. 1,2 : 1 bis 1,5 : 1) kann das gesunde Knochen- und Muskelwachstum zusätzlich unterstützen.
Ausgewachsene Hunde – für Erhalt und Aktivität
Bei adulten Hunden steht die ausgewogene Zusammensetzung des Trockenfutters im Vordergrund. Das heißt: ausreichend Eiweiß, moderater Fettgehalt und hochwertige Ballaststoffe. Ergänzend können Zutaten wie Bierhefe Vitalität und Leistungsbereitschaft fördern.
Senioren – leicht verdaulich und gelenkfreundlich
Im Alter verändert sich der Stoffwechsel der Hunde. Der älter werdende Vierbeiner verbringt immer mehr Zeit im Schlaf und auch sein Appetit sinkt etwas. Ein Trockenfutter für Seniorhunde sollte daher leicht verdaulich sein und kann durch Zusätze wie MSM, Glucosamin, Präbiotika oder Grünlippmuschel aufgewertet werden. Diese wertvollen Zusätze können die Gelenke, Muskulatur und die Verdauung im Alltag gezielt unterstützen. Ein ideales Trockenfutter für Senioren ist daher nicht nur gut verdaulich, sondern fördert gezielt die normale Gelenk- und Darmgesundheit.
Kastrierte Hunde – angepasst an den Energiebedarf
Nach der Kastration sinkt der Energiebedarf eines Hundes um etwa 20 %, während das Fressverhalten häufig unverändert bleibt. Um eine unerwünschte Gewichtszunahme zu vermeiden, sollte das Trockenfutter daher einen moderaten Energiegehalt aufweisen und gleichzeitig ein gutes Sättigungsgefühl fördern. Hierfür eignen sich Trockenfutter, die auf kalorienarmen Fleischsorten wie Geflügel oder Kaninchen basieren. Auch Trockenfutter mit Lachs kann für kastrierte Hunde geeignet sein. Entscheidend ist nicht allein der Fettgehalt, sondern die Gesamtenergie der Ration. Hochwertige Omega-3-Fettsäuren und ein angepasster Ballaststoffanteil unterstützen Sättigung und Gewichtskontrolle. Kartoffeln tragen durch ihren höheren Ballaststoff- und Wasserbindungsanteil stärker zum Sättigungsgefühl bei als Reis und eignen sich daher besonders für Rezepturen zur Gewichtskontrolle.
Sensible Hunde – verträglich und ausgewogen
Nicht wenige Vierbeiner leiden heutzutage an Futtermittelunverträglichkeiten und Allergien. In diesem Falle gibt es spezielle Trockenfutter für sensible Hunde. Diese bestehen aus nur einer einzigen tierischen Proteinquelle (Single Protein). So können allergieauslösende Inhaltsstoffe oftmals oder häufig vermieden werden. Zudem sollte bei Hundetrockenfutter ebenfalls auf potenzielle Allergieauslöser wie Weizen und Soja verzichtet werden. Leicht verdauliche Kohlenhydrate und probiotische Zusätze können hier das Wohlbefinden und eine stabile Darmflora bei einer Futterunverträglichkeit unterstützen.
Große Hunderassen – gelenkschonend und maßvoll energiereich
Große Hunde bringen naturgemäß ein höheres Körpergewicht mit sich, was auch die Gelenke stärker beansprucht. Ihr Trockenfutter sollte deshalb nicht zu energiereich sein, um ein Übergewicht zu vermeiden. Ein moderater Energiegehalt im Trockenfutter unterstützt das Halten des Idealgewichts, während weitere Zutaten wie Grünlippmuschel, Glucosamine, MSM und Omega-3-Fettsäuren die Gelenkfunktion fördern.
Ein weiterer Tipp für große Rassen: Große Kroketten regen zum Kauen an und erleichtern die Futteraufnahme.
9. Lagerung, Hygiene und Reisen: Mit diesen Vorteilen überzeugt Hundetrockenfutter
Ein qualitatives Trockenfutter für Hunde punktet nicht nur durch seine Nährstoffdichte, sondern auch durch seine einfache Handhabung im Alltag:
- Lagerung: Trockenfutter lässt sich ohne große Besonderheiten lagern. Es sollte kühl, trocken und luftdicht gelagert werden. Ideal sind dafür fest verschließbare Futtertonnen oder Eimer.
- Hygiene: Durch seine trockene Beschaffenheit sorgt es für weniger Schmutz um den Bereich des Napfes. Falls doch etwas daneben geht, kann es schnell zusammengekehrt werden. Kontrolliere nach dem Öffnen regelmäßig, ob das Futter frisch riecht und trocken bleibt. Futterreste in Näpfen sollten täglich entfernt werden, um Schimmelbildung zu vermeiden.
- Mitnahme auf Reisen: Trockenfutter ist leicht zu transportieren, sauber zu portionieren und benötigt keine Kühlung. Für unterwegs eignen sich Vorratsdosen oder wiederverschließbare Beutel. So bleibt auch auf Reisen die gewohnte Fütterung einfach und stressfrei.
10. Fazit: Hochwertiges Hundetrockenfutter sollte praktisch, ausgewogen, gesund sein
Trockenfutter ist eine unkomplizierte, hygienische und vollwertige Möglichkeit, Hunde bedarfsgerecht zu ernähren. Entscheidend ist die ausgewogene Zusammensetzung des Trockenfutters: Hochwertige Proteine, gesunde Fette, leicht verdauliche Kohlenhydrate, ein hoher Frischfleischanteil und wertvolle Zusätze bilden die Grundlage für Vitalität, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden. Dazu gilt es für die individuellen Bedürfnisse und Lebensabschnitte Deines Vierbeiners die passende Futtersorte auszuwählen, Wer dabei auf Qualität achtet, unterstützt mit hochwertigem Trockenfutter auf einfache Weise die Gesundheit seines Hundes – und das Tag für Tag.
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„Für Dein Tier stets das Beste!“ Nach diesem Leitsatz und mit viel Leidenschaft führt André Migocki sein Unternehmen MIGOCKI Tierernährung seit dem Jahr 2006. Als qualifizierter Ernährungs- und Vitalstoffberater steht für ihn die Gesundheit von Tieren an erster Stelle. Bei seinem Lieblingsthema, der Tiergesundheit, hält es es ganz nach dem Motto: Dein Tier ist, was es frisst. Seine große Affinität für das Tierwohl hat er seinem Großvater, einem erfahrenen Tierarzt, zu verdanken. André Migockis ständiger Antrieb ist die Faszination und Überzeugung, mit Nährstoffen einen positiven Einfluss auf die Tiergesundheit nehmen zu können. Im ständigen Austausch mit Tierärzten und Therapeuten steckt er sein gesamtes Fachwissen in die MIGOCKI Produkte und deren Weiterentwicklung.