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Pferdezucht-Einsteiger: Der Ratgeber zu Stuten, Fohlen und Futter

MIGOCKI Tierernährung
2025-10-20 10:29:00 / Pferdefütterung

Die Zucht von Pferden fasziniert seit jeher – besonders dann, wenn ein neugeborenes Fohlen zum ersten Mal auf wackeligen Beinen steht. Für viele Pferdebesitzerinnen und Pferdebesitzer ist dieser Moment voller Glück und Stolz unvergesslich. Vielleicht spielst Du auch mit dem Gedanken, die Eigenschaften Deiner Stute weiterzugeben? Doch bis es so weit ist, braucht es Wissen und Verantwortung – gerade bei Neulingen in der Pferdezucht. Wer in diesem Bereich starten möchte, sollte sich rechtzeitig mit Haltung, Formalitäten und der richtigen Fütterung in Rosse, Trächtigkeit und Laktation vertraut machen. Erfahre, in diesem Ratgeber, wie Du Deiner Stute die besten Voraussetzungen für ein gesundes, vitales Fohlen gibst.

1. Die Zucht von Pferden im Wandel der Zeit: Historie und Entwicklung

Zur Entstehung und Entwicklung der Zucht von Pferden

Die Geschichte der Pferdezucht reicht Tausende Jahre zurück. Während Hunde, Rinder und Schweine schon früh domestiziert wurden, begannen Menschen erst vor etwa 6.000 Jahren damit, Pferde gezielt zu halten und ihre Fortpflanzung zu kontrollieren. Von da an prägten Pferde den Alltag der Menschen: als treue Gefährten in Kriegen, unverzichtbar für Transporte und Reisen, oder als Helfer in Landwirtschaft und Forst. Im 16. Jahrhundert gewann die organisierte Pferdezucht in Europa an Bedeutung. Adelige und Militärs legten Zuchtbücher an, um Abstammung und Eigenschaften der Vierbeiner festzuhalten. Ausgewählt wurden Faktoren wie Körperbau, Charakter, Gangarten oder Fellfarbe. Grundlagen, die bis heute unsere bekannten Pferderassen prägen.

Wusstest Du bereits?

In der Pferdezucht werden vier Pferdetypen und drei Arten der Zucht unterschieden.

Heutzutage unterscheidet man in der Zucht von Pferden vier Haupttypen: Kaltblut, Warmblut, Vollblut und Pony. Dabei sind weltweit rund 350 Rassen dokumentiert, darunter beliebte Vertreter wie Haflinger, Hannoveraner, Isländer, American Quarter Horses oder das deutsche Reitpferd. Der Fokus liegt inzwischen weniger auf Arbeit und Transport, sondern auf Sport, Freizeit und Therapie. Die Pferdezucht hat sich damit an die Bedürfnisse unserer Zeit angepasst. Dabei lassen sich verschiedene Zuchtarten unterscheiden:

  • Reinzucht: Paarung innerhalb derselben Rasse, etwa beim Arabischen oder Englischen Vollblut.
  • Veredelungszucht: Kombination verschiedener Rassen, um gewünschte Eigenschaften zu fördern.
  • Kreuzungszucht: Mischung ohne strikte Zuchtbuchbindung, besonders im Freizeitbereich verbreitet.

2. Welche Meldepflichten und notwendigen Untersuchungen gibt es in der Pferdezucht?

Wer als Anfänger in die Pferdezucht einsteigen möchte, stößt schnell auf formale Vorgaben. Soll das Fohlen dazu eine Zuchtbescheinigung erhalten, ist die Mitgliedschaft in einem Zuchtverband Pflicht. Dort erhalten Mitglieder Unterstützung bei der Auswahl des passenden Deckhengstes, Leistungsprüfungen für die Stute sowie bei Deckscheinen und Abfohlmeldungen. Am besten suchst Du Dir einen Zuchtverband, der in Deiner Region oder Deinem Bundesland liegt und die Rasse Deiner Stute betreut. Falls Du keinen Wert auf Zuchtbuch und Leistungsprüfung legst, gibt es trotzdem einige Formalitäten zu beachten:

  • Meldepflicht bei der Tierseuchenkasse
    Innerhalb weniger Tage nach der Geburt muss das Fohlen bei der Tierseuchenkasse gemeldet werden. Die Vorgaben hierzu können sich in den Bundesländern unterscheiden.
  • Meldung bei der Tierkennzeichungsbehörde
    Spätestens nach sechs Monaten ist außerdem die Kennzeichnung bei der zuständigen Behörde erforderlich. Das Tier bekommt einen Equidenpass und einen Mikrochip – meistens an der linken Halsseite eingesetzt.
  • Tierärtzliche Untersuchung & regelmäßige Gesundheitsvorsorge
    Unverzichtbarer Bestandteil einer verantwortungsvollen Pferdezucht – tierärztliche Untersuchungen, Impfungen und Entwurmungen sowie Besuche beim Hufschmied sind essenziell. Sie gehören zwar nicht zu den gesetzlichen Pflichten, sichern aber die Gesundheit von Stute und Fohlen. 

3. Gibt es in der Pferdezucht gesetzliche Vorgaben für die Haltung?

Welche Bereiche der Pferdezucht umfassen die gesetzlichen Vorgaben?

Eine erfolgreiche Zucht von Pferden beginnt bei der artgerechten Haltung. Für diese gibt es gesetzliche Vorgaben, die alle wichtigen Lebensbereiche der Pferde abdecken – von der Fütterung bis zum Auslauf. Wir helfen Dir dabei, diese in ihren Grundzügen zu überblicken: 

  • Bewegung und Nahrungsaufnahme
    In der freien Wildbahn grasen Pferde täglich bis zu 16 Stunden. Die Nahrungsaufnahme ist für Pferde nicht nur Energiequelle, sondern auch Bewegung, Beschäftigung und soziales Miteinander. Futter und Wasser sollten daher ganztägig verfügbar sein. 
  • Soziale Kontakte
    Für Pferde hat das Sozialverhalten eine wichtige Stellung im Alltag. Sie sind Herdentiere und erledigen Fressen, Trinken, Äpfeln und Wasserlassen in Gesellschaft. Dies sollte in der Haltung berücksichtigt werden.
  • Unterbringung
    Ein sauberer Stall mit ausreichender Frischluftzufuhr, Hör- und Riechweite zu Artgenossen sowie Beschäftigungsmöglichkeiten und genügend Auslauf – diese Faktoren sollten für eine artgerechte Haltung von Pferden sichergestellt werden. 

Wer die natürlichen Ansprüche seiner Tiere kennt und respektiert, schafft die Basis für Gesundheit, Vitalität und Fruchtbarkeit. Eine ausgewogene Haltung stärkt nicht nur die Stute während Trächtigkeit und Laktation, sondern beeinflusst auch die Entwicklung des Fohlens positiv. Damit ist sie ein entscheidender Faktor für den langfristigen Erfolg in der Zucht von Pferden.

4. Voraussetzungen und Fütterung in der Pferdezucht: Was gilt es zu beachten?

Die richtige Fütterung ist ein weiterer wichtiger Faktor für den Erfolg in der Aufzucht von Pferden. Deine Stute benötigt von der Rosse über die Trächtigkeit bis zur Laktation eine abgestimmte Versorgung mit Eiweiß, Vitaminen und Mineralstoffen. Grobe Fütterungsfehler in diesem Bereich, können sich direkt auf die Entwicklung des Fohlens auswirken. Deshalb gilt: Eine bedarfsgerechte Ernährung ist die Grundlage für gesunde Stuten und kräftigen Nachwuchs.

Die besten Voraussetzungen für eine Stute

Gesundheit und Vitalität sind die Basis jeder erfolgreichen Pferdezucht. Eine Stute sollte kräftig und widerstandsfähig sein. Doch nicht nur die körperliche, auch die charakterliche Eignung ist entscheidend. Da die Stute 51 % des Erbanteils trägt, vererbt sie neben äußerlichen Merkmalen auch ihre Eigenschaften und Verhaltensweisen. Das Fohlen schaut sich außerdem in der Aufzucht vieles direkt von der Mutter ab – auch mögliche Unarten. 

Schon gewusst?

Der BCS kann eine Orientierungshilfe dafür sein, ob eine Stute für ihre Trächtigkeit bereit ist.

Ein wichtiges Werkzeug zur Beurteilung einer Stute ist der Body Condition Score (kurz: BCS). Ähnlich wie beim menschlichen BMI bewertet er das Verhältnis von Gewicht und Maßen. Gemessen werden unter anderem Hals-, Brust- und Körperumfang. Der optimale BCS für eine Stute vor der Trächtigkeit liegt bei etwa 6 – ein guter Indikator für eine gesunde Ausgangslage in der Zucht von Pferden.

Rosse und Befruchtung der Stute vor der Trächtigkeit

Eine Stute wird im Alter von etwa eineinhalb Jahren geschlechtsreif. Doch psychisch und sozial wirklich bereit ist sie meist erst ab dem dritten Lebensjahr. Die Rosse bezeichnet den Zeitraum, in dem die Stute bereit ist, den Hengst zu empfangen. Diese Phase dauert rund fünf Tage, wobei die Ovulation gegen Ende stattfindet (genannt: Duldungsphase). So liegt der optimale Zeitpunkt für die Bedeckung zwei Tage vor bis einen halben Tag nach dem Eisprung. Bei Tiefkühlsperma ist das Zeitfenster jedoch enger. Je nach Geduld und Art der Befruchtung empfiehlt es sich hierfür, einen Tierarzt hinzuzuziehen. Nach einer erfolgreichen Befruchtung (Aufnahme) dauert es eine Tragzeit von circa 340 Tagen, bis das Fohlen zur Welt kommt.

Bereits gewusst?

Die Chance auf eine erfolgreiche Befruchtung in der Rosse kann mit gezielter Nährstoffgabe erhöht werden.

Vitamin A und β-Carotin können hierbei die Aufnahme und Einnistung unterstützen. Ebenso wichtig ist die Versorgung mit essenziellen Aminosäuren wie Lysin und Methionin. Bei Zyklusproblemen kann Mönchspfeffer den Hormonhaushalt regulieren. So lassen sich die Chancen auf eine erfolgreiche Pferdezucht erhöhen. 

Fütterung der trächtigen Stute

Die Fütterung von Zuchtstuten

Während der Trächtigkeit verändert sich der Nährstoffbedarf der Stute erheblich. 

  • Bis zum siebten Monat
    In den ersten sieben Monaten (genannt: niedertragende Phase) wird die Grundversorgung der Stute mit qualitativ hochwertigem Heu, Mineralfutter und Weidegang sichergestellt. Eine moderate Ergänzung mit β-Carotin kann zudem die Bildung des Schutzhormons Progesteron fördern. Progesteron ist das wichtigste Hormon für die Aufrechterhaltung der Trächtigkeit bei der Stute. Es sorgt dafür, dass die Gebärmutterschleimhaut stabil bleibt und der Embryo sich einnisten und entwickeln kann. Außerdem verhindert Progesteron vorzeitige Kontraktionen der Gebärmutter und schützt so die Trächtigkeit in den ersten Monaten.
  • Ab dem neunten Monat
    Ab Monat neun (hochträchtige Phase) steigt der Energiebedarf der Stute um das 1,2- bis 1,4-Fache an. Das Fohlen wächst nun rasant und die Stute benötigt dadurch mehr Vitamine, Eiweiße und wichtige Spurenelemente (Kupfer, Zink und Selen) sowie Mineralstoffe (Calcium und Phosphor).
  • Kurz vor der Geburt
    Hier gewinnt die Qualität des Kolostrums (Erstmilch nach der Geburt) an Bedeutung. Dafür kann es sinnvoll sein, fettlösliche Vitamine wie A, D, und E gezielt zu ergänzen. Energiereiche Futtermittel wie Hafer, Gerste, Leinsamen, Mash-Leckerbissen oder mit Wasser eingeweichte Heucobs mit Öl können zusätzlich unterstützen. Gleichzeitig empfiehlt es sich, die Heumengen leicht zu reduzieren, damit der Bauchraum vor der Geburt entlastet wird. Eine verspätete, hochdosierte Mineralstoffgabe kurz vor der Geburt kann das Wachstum des ungeborenen Fohlens ungewollt beschleunigen. Dies erhöht das Risiko, dass das Fohlen zu groß wird und es bei der Geburt zu Komplikationen kommt. Deshalb ist eine gleichmäßige, bedarfsgerechte Mineralstoffversorgung während der gesamten Trächtigkeit wichtig – nicht erst in den letzten Wochen.

Bereits gewusst?

Vorsicht bei gefrorenem oder verunreinigtem Gras!

Gefrorenes Gras, schimmliges Heu oder verunreinigtes Stroh können für tragende Stuten ein hohes Risiko darstellen. Sie begünstigen Koliken, Fehlgeburten und Verdauungsprobleme. Achte daher stets auf sauberes und hygienisches Raufutter.

Fütterung der Stute in der Laktation

Nach der Geburt beginnt für die Stute die anspruchsvollste Phase in der Zucht. In den ersten Wochen produziert sie bis zu 20 Liter Milch pro Tag für ihr Fohlen. Diese sind auch nötig, da das Neugeborene seine Energiereserven auffüllen möchte. Die Laktationszeit beträgt in der Regel zehn bis zwölf Monate. Eine enorme Belastung für ihren Stoffwechsel, was dazu führt, dass der Bedarf an Wasser (30 – 40 Liter pro Tag), Eiweiß und Mineralstoffen erhöht ist. 

  • Eiweißzufuhr
    Besonders wichtig in der Laktationszeit ist eine ausgewogene Eiweißversorgung mit essenziellen Aminosäuren wie Lysin. Diese hat eine hohe biologische Wertigkeit und kann vom Körper gut aufgenommen werden. Zudem ändert sich für die Stute während der Laktation das benötigte Verhältnis von Eiweiß zu Energie und sollte regelmäßig überprüft werden – von anfangs 5:1 auf einen Eiweißanteil von 9:1. 
  • Mineralstoffbedarf
    Auch der Mineralstoffbedarf ist in dieser Zeit außergewöhnlich hoch. Kalzium und Phosphor liegen beim dreifachen Bedarf eines normalen Reitpferdes. Je nach Gräser- und Kräutervielfalt kann hier über eine Zufütterung von Heu, Hafer oder spezielle Futtermittel nachgedacht werden. Denn, Spurenelemente wie Zink, Kupfer und Selen dürfen in dieser Zeit nicht vernachlässigt werden, da sie die Entwicklung des Fohlens maßgeblich beeinflussen – qualitativ hochwertiges Futter ist hier unverzichtbar.

Nach der langen Trächtigkeit und dem Abfohlen hat die Stute einen besonders hohen Bedarf an Nährstoffen, da sie Milch bildet und sich gleichzeitig von der Geburt erholen muss. Eine gezielte Ergänzung mit zusätzlichen Aminosäuren kann hilfreich sein. Diese liefern gut verwertbare Bausteine für die Muskulatur, unterstützen die Regeneration nach der Geburt und fördern den Stoffwechsel.

In Kombination mit Vitaminen wie A, E und B-Vitaminen sowie Spurenelementen wie Zink, Kupfer, Mangan und Selen wird auch das Immunsystem gestärkt und die natürliche Abwehr unterstützt. Die Zugabe von Leinsamen kann außerdem die Magenschleimhaut beruhigen und schützen. Statt einzelne Nährstoffe separat zu ergänzen, eignet sich hierfür ein gut abgestimmtes Kombiprodukt.

Wusstest Du schon?

Fehler in der Fütterung können sich schnell auf die Stute auswirken.

Eine mangelnde Energiezufuhr z. B. zwingt die Stute, auf Fettreserven zurückzugreifen. Dabei entstehen Ketonkörper, die den pH-Wert der Milch verändern können. Deshalb gilt: In der Laktation niemals an der Futterqualität sparen.

Die ideale Fütterung des Fohlens

Welche Fütterung ist in der Zucht von Pferden ideal für das Fohlen?

Das erste Lebenselixier in der Aufzucht des Fohlens ist das Kolostrum (Muttermilch). Innerhalb der ersten zwei bis zwölf Stunden nach der Geburt versorgt es das Fohlen mit Antikörpern, die sein Immunsystem bisher nicht selbst bilden kann. So entscheidet diese frühe Milchphase über die spätere Gesundheit und Vitalität des Fohlens. In den ersten Lebensmonaten saugt das Fohlen mehrmals pro Stunde bis alle zwei Stunden an den Zitzen. Die Frequenz verringert sich dabei langsam. Ab dem dritten Monat beginnt es zusätzlich zu grasen und ahmt das Fressverhalten der Herde nach. Jetzt sollte auf eine ausreichende Mineralstoffversorgung geachtet werden – besonders Kalzium, Phosphor und Magnesium.

Ab dem sechsten Monat nimmt die Milchmenge langsam ab, und das Fohlen steigert seine selbstständige Futteraufnahme. Spätestens ab dem achten bis zehnten Monat erfolgt das Absetzen der Muttermilch. Eine ausgewogene, altersgerechte Ernährung in dieser Zeit ist entscheidend für Wachstum, Knochenstärke und Widerstandskraft. An heißen Sommertagen sollte zudem ein Auge auf den Elektrolyte-Haushalt des Fohlens geworfen werden. 

Bei Fohlen sollte auf Salzlecksteine verzichtet werden. Da sie ihre Aufnahme noch nicht selbst regulieren können, besteht die Gefahr einer Überversorgung, die den empfindlichen Wasser- und Elektrolythaushalt belastet. Zudem knabbern junge Pferde oft spielerisch am Stein, was zu Zahn- oder Kieferschäden führen kann. Eine sichere Alternative ist die gezielte, bedarfsgerechte Zugabe kleiner Elektrolytmengen über das Futter.

Nährstoffbedarf des Deckhengstes

Auch der Nährstoffbedarf von Hengsten spielt in der Zucht von Pferden eine entscheidende Rolle. Zwar gibt es keine besonderen Vorschriften zur Fütterung, doch ob im kommerziellen oder privaten Zuchtbereich: Für einen gesunden Deckhengst, sollte der Bedarf an Energie, Eiweiß und Mikronährstoffen immer gedeckt werden. Egal, ob seine Spermien gebraucht werden oder nicht. Faktoren wie Größe, Gewicht, Alter und Belastung bestimmen, wie hoch dieser Bedarf tatsächlich ist. Doch welche Nährstoffe sind für Deckhengste besonders wichtig?

  • Zink und Selen: Zink und Selen können die Qualität der Spermien unterstützen und sind für die Fruchtbarkeit unverzichtbar. 
  • Omega-3-Fettsäuren und Antioxidantien: Fettsäuren und Antioxidantien wie Vitamin C und E können die Zellen vor oxidativem Stress und freien Radikalen schützen.
  • B-Vitamine: Können im Komplex aller acht B-Vitaminen Nerven, Energie- und Proteinstoffwechsel, Blutbildung sowie das Immunsystem unterstützen. Damit fördern sie Vitalität, Belastbarkeit und auch die Fruchtbarkeit durch eine positive Wirkung auf die Spermienqualität.
  • Aminosäuren: Genau wie bei der trächtigen Stute ist auch beim Hengst eine Zugabe von Aminosäuren mit hoher biologischer Wertigkeit essenziell für den Erhalt seiner Gesundheit und Leistungsfähigkeit sowie der damit verbundenen Spermienqualität.

5. Wie sich typische Fehler in der Zucht von Pferden vermeiden lassen

Typische Fehler in der Pferdezucht entstehen oft durch kleine Unstimmigkeiten, die sich jedoch leicht vermeiden lassen. Besonders wichtig ist eine sorgfältige Vorbereitung der Stute: Ein stabiler Gesundheitszustand und ein passender „Body Condition Score“ schaffen die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Trächtigkeit. Auch die Fütterung sollte ausgewogen sein, damit Stute und Fohlen optimal versorgt sind. Dabei kommt es nicht nur auf die richtige Nährstoff-Balance von Energie, Mineralstoffen und Vitaminen an – ebenso entscheidend ist, dass ausschließlich hygienisch einwandfreie Futtermittel eingesetzt werden.

Darüber hinaus spielen auch organisatorische Aspekte und die tierärztliche Betreuung eine wichtige Rolle. Regelmäßige Impfungen, eine durchdachte Entwurmungsstrategie und die fristgerechte Erledigung notwendiger Meldungen tragen dazu bei, rechtliche Vorgaben einzuhalten und die Gesundheit der Tiere zu sichern. Auf diese Weise entstehen verlässliche Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche und verantwortungsvolle Aufzucht.

Schon gewusst?

Nährstoffe für zwei: warum die Stute jetzt doppelt zählt.

Die Stute gibt in der Trächtigkeit alle verfügbaren Nährstoffe an ihr Fohlen weiter, um dessen Entwicklung zu sichern. Bleibt ihre Versorgung jedoch unzureichend, kann nicht nur ihre eigene Gesundheit geschwächt werden – auch das Fohlen ist in seiner Entwicklung beeinträchtigt. Deshalb ist es entscheidend, schon früh auf eine ausgewogene Fütterung mit ausreichend Energie, Mineralstoffen und Vitaminen zu achten um Nährstoffmängel der Stute zu vermeiden.

Bei Ergänzungsfuttermitteln werden Proteine, Kalzium und Phosphor berücksichtigt, jedoch geraten Spurenelemente wie Selen, Zink, Kupfer und Mangan dabei häufig in den Hintergrund. Das passende Zusatzfutter kann in diesem Fall eine lohnenswerte Investition sein.  

6. Fazit: Pferdezucht mit Verantwortung – für starke Stuten und gesunde Fohlen

Was bedeutet die Zucht von Pferden für Anfänger auf dem Gebiet?

Die Zucht von Pferden verlangt Verantwortung, Wissen und Hingabe. Von der artgerechten Haltung über die rechtlichen Formalitäten bis hin zur richtigen Fütterung – jedes Detail trägt dazu bei, dass aus einer gesunden Stute ein kräftiges Fohlen hervorgeht. All das und die Vermeidung von häufigen Fehlern in der Pferdezucht bedeuten Mühe und Arbeit. Doch die Mühe lohnt sich. Wer die Bedürfnisse seiner Stute respektiert, auf eine ausgewogene Ernährung achtet und sich auch auf die Gesunderhaltung des Hengstes konzentriert, wird reich belohnt – mit einem gesunden, lebensfrohen Fohlen. Damit bleibt die Pferdezucht nicht nur ein Traum, sondern ein erfülltes Abenteuer voller Glücksmomente.

Unsere Produktempfehlung

Autor

andre migocki inhaberAndré Migocki – Inhaber MIGOCKI Tierernährung

„Für Dein Tier stets das Beste!“ Nach diesem Leitsatz und mit viel Leidenschaft führt André Migocki sein Unternehmen MIGOCKI Tierernährung seit dem Jahr 2006. Als qualifizierter Ernährungs- und Vitalstoffberater steht für ihn die Gesundheit von Tieren an erster Stelle. Bei seinem Lieblingsthema, der Tiergesundheit, hält es es ganz nach dem Motto: Dein Tier ist, was es frisst. Seine große Affinität für das Tierwohl hat er seinem Großvater, einem erfahrenen Tierarzt, zu verdanken. André Migockis ständiger Antrieb ist die Faszination und Überzeugung, mit Nährstoffen einen positiven Einfluss auf die Tiergesundheit nehmen zu können. Im ständigen Austausch mit Tierärzten und Therapeuten steckt er sein gesamtes Fachwissen in die MIGOCKI Produkte und deren Weiterentwicklung.